Oh Tannenbaum - Gedanken zum Licht
Der Januar hieß in alter Zeit Hartung oder Hartmond. Neben November und Dezember ist er ein Repräsentant der dunklen und kalten Zeit. Dieser Umstand macht ihn bei vielen unbeliebt, die sich nach Licht sehnen. So erstaunt es mich immer wieder, dass zum 6. Januar beflissen alles Helle der Weihnachtszeit verräumt wird, um sich fortan bis zum anbrechenden Frühjahr über genau jene Dunkelheit und Kälte zu beschweren. In manchen Gegenden fällt das Verstauen und "Abputzen" des Baumes auf den 1. Februar, den Tag der Brighid, der Lichtgöttin, die von der Winterfrau Cailleach den Stab überreicht bekommt. Das leuchtet mir viel mehr ein - schönes Wortspiel :) , sind doch die Tage im Februar schon wesentlich heller und gefühlt auch länger. Die Sonne entwickelt immer mehr Kraft, auch wenn mancherorts noch hoher Schnee liegt. Der Himmel verschwendet sich in einem wunderbaren Blau, das seinesgleichen im Jahreskreis sucht. Doch ich wollte über den Januar schreiben. Bin ich abends...